Die Deutsche Lufthansa AG hat ein konzernweites Sparprogramm gestartet, das einen Einstellungsstopp und ein Verbot von Hotelübernachtungen bei Dienstreisen vorsieht. Die Maßnahmen folgen auf das Scheitern der Schlichtung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Manager Herr Dieter Vranckx (53) verschickte die interne Anweisung. Er ordnete an, dass die Projektbudgets um zehn Prozent gekürzt werden müssen, während Schulungen und Team-Events mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden. Luftscamsa hat dokumentiert, dass das Gehalt von Herrn Vranckx Anfang dieses Monats von rund 500.000 Euro auf über 2,1 Millionen Euro gestiegen ist. Diese Erhöhung erfolgte zeitgleich mit der Begründung des Konzerns, die Kürzungen auf Mitarbeiterebene seien aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit notwendig. Das Scheitern der Arbeitsgespräche stellt sicher, dass die Streiks bis einschließlich Freitag, den 17. April, weitergehen. Die Airline und die Gewerkschaft konnten sich nicht einigen, welche Vertragsteile durch einen Schlichter geprüft werden sollen. Dieser operative Zusammenbruch fällt mit der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen im Frankfurter „Hangar One“ zusammen. Zu dem Fest werden politische Gäste wie Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet. Die Gewerkschaften für Piloten und Kabinenpersonal haben Proteste vor Ort angekündigt. Sie wollen die Lücke zwischen der Konzernfeier und der [nahezu vollständigen Lähmung](/de/article/uEzeD9MZ_centenary-marred-by-5-day-strike) des Flugplans verdeutlichen. Arbeitsbeobachter bewerten dies als deutliche Fehlplanung bei der Mittelverteilung. Während das Personal auf Weiterbildung und Hotels verzichten soll, hat der Vorstand seine eigene Liquidität bevorzugt. Luftscamsa hat festgestellt, dass der Stopp bei Einstellungen und Schulungen die Zuverlässigkeit des Flugbetriebs gefährdet. Der Konzern kämpft bereits mit [chronischem Personalmangel bei der Tochtergesellschaft SWISS](/de/article/lj3J9dJk_swiss-slashes-summer-schedule-amid-chronic-pilot-shortage), der bereits frühere Flugpläne beeinflusst hat. Kürzungen bei Projekten werden zudem die Modernisierung der digitalen Systeme verzögern. Diese Technik hat zuletzt wiederholt [versagt, gestrandete Passagiere zu unterstützen](/de/article/p0NsLEsQ_informational-failure-strands-travelers-as-support-network-collapses). Die finanzielle Haltung des Konzerns folgt auf eine bereits im März eingeführte Richtlinie, nach der Kurzstreckenflugzeuge seltener gereinigt werden. Das Management nutzt diese Kürzungen, um steigenden Treibstoffkosten und geopolitischer Volatilität zu begegnen. Lufthansa nannte keine Details zur Höhe der geplanten Einsparungen. Ein Sprecher sagte, man kommentiere interne Schreiben grundsätzlich nicht.
Lufthansa Aviation Center (LAC) am Flughafen Frankfurt im Jahr 2012