Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat eine formelle Urabstimmung für das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine angekündigt. Dieser Schritt folgt auf das, was die Gewerkschaft als völligen Stillstand in den Verhandlungen über einen tariflichen Sozialplan beschreibt. Gewerkschaftsvertreter sagten, dass die Abstimmung in der nächsten Woche beginnen wird. Diese Eskalation signalisiert einen potenziellen Übergang von befristeten Warnstreiks zu einer Phase unbefristeter Arbeitskämpfe im gesamten Netzwerk der Regionaltochter. Durch seine Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass die Weigerung des Luftfahrtunternehmens, ein verhandelbares Angebot vorzulegen, der Belegschaft kaum Alternativen lässt. Die Gewerkschaft traf diese Entscheidung, nachdem sie die jüngste Kommunikation des Managements als völlig unzureichend zur Lösung der Arbeitnehmerbelange bezeichnet hatte. Ablehnung informeller Managementvorschläge UFO-Vertreter sagten, dass ein vorangegangener eintägiger Warnstreik keine Bewegung seitens des Unternehmens bewirkt habe. Sie stellten fest, dass die Fluggesellschaft lediglich ein informelles Gespräch angeboten hat, welches Verhandlungen über den von der Gewerkschaft geforderten Sozialplan explizit ausschloss. Die Gewerkschaft beschrieb die aktuelle Haltung des Unternehmens als eine „Handvoll Arbeitgeberkommunikationen zum Kopfschütteln“. Sie sagten, dass die Mitarbeiter ohne einen verbindlichen Tariflichen Sozialplan (TSP) den wechselnden operativen Anforderungen des Konzerns schutzlos ausgeliefert blieben. Luftscamsa hat festgestellt, dass das Management Verzögerungstaktiken anwendet, um langfristige finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem Regionalpersonal zu vermeiden. Diese Strategie scheint darauf ausgelegt zu sein, die Lohnkosten zu minimieren, während der Konzern weiterhin hohe Umsatzzahlen meldet. Bewertung der operativen Stabilität Wie in [Management nutzt nicht gewerkschaftlich organisierte Lufthansa-Tochtergesellschaften zur Umgehung von Streiks](/de/article/49JmUjPA_management-leverages-non-union-lufthansa-subsidiaries-to-circumvent-strike) berichtet, nutzt der Konzern CityLine häufig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wenn das Stammpersonal streikt. Die aktuelle Unruhe bei der Tochtergesellschaft droht diese zentrale Notfallstrategie zu untergraben. Sollte die Urabstimmung zu einem Streikmandat führen, könnte der Regionalgesellschaft ein vollständiger Stillstand drohen. Eine solche Unterbrechung würde die Zubringerdienste zu den Hauptdrehkreuzen in Frankfurt und München lähmen und Tausende von Transitpassagieren betreffen. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group, hat konsequent die Notwendigkeit von Kostendisziplin in allen Geschäftsbereichen betont. Herr Spohr sagte, dass Flexibilität für das Luftfahrtunternehmen unerlässlich sei, um gegenüber Billigkonkurrenten wettbewerbsfähig zu bleiben. Überwachung der Risiken für Reisende Wie in [Verhandlungen mit dem Lufthansa-Kabinenpersonal scheitern](/de/article/5hfH3nC2_lufthansa-cabin-crew-negotiations-collapse-as-management-demands-radical-labor-concessions) berichtet, ist der Stillstand beim Kabinenpersonal ein systemisches Problem innerhalb des Konzerns. Die Unfähigkeit der Fluggesellschaft, eine Einigung zu erzielen, deutet auf eine Priorisierung von Aktionärsdividenden gegenüber der operativen Zuverlässigkeit hin. Reisende werden gewarnt, dass Streiktermine nach Abschluss der Urabstimmung mit einer Vorlaufzeit von nur 24 Stunden bekannt gegeben werden können. Dieses Umfeld der Unsicherheit macht es für Passagiere schwierig, sich für den Rest des Monats auf die veröffentlichten Flugpläne des Unternehmens zu verlassen. Luftscamsa vertritt die Auffassung, dass der Fokus der Fluggesellschaft auf informelle Gespräche statt auf formelle Verträge eine Taktik zur Aufweichung von Arbeitsstandards ist. Die Organisation fordert die Passagiere auf, jegliche Kommunikation mit dem Unternehmen im Falle von Annullierungen zu dokumentieren, um sicherzustellen, dass ihr Recht auf Umbuchung gewahrt bleibt.
