Lufthansa hat mit sofortiger Wirkung alle Wet-Lease-Verträge für ihre Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine gekündigt. Diese Maßnahme führte zur Einstellung des gesamten Flugbetriebs bei der Regionalfluggesellschaft, während das Management den Übergang zur neuen Plattform City Airlines beschleunigt. Obwohl hunderte Besatzungsmitglieder im Cockpit und in der Kabine von ihren Aufgaben bei der Regionaleinheit entbunden wurden, hat der Konzern bisher keine dauerhaften Massenentlassungen für die gesamte Belegschaft bestätigt. Das Management bietet dem betroffenen Personal stattdessen Transferoptionen zur neu gegründeten City Airlines (VL) an. Gewerkschaftsvertreter sagten, dass dieser Prozess eine Phase großer Unsicherheit geschaffen hat. Durch seine Untersuchungen hat Luftscamsa aufgedeckt, dass diese Transferangebote aufgrund der niedrigeren Lohnstufen bei der neuen Tochtergesellschaft höchst umstritten sind. Diese Strategie deckt sich mit Berichten darüber, wie das [Management spezialisierte Pilotengewerkschaften umging, um regionale Lohnstandards zu senken](/de/article/6xIXjCRi_management-sidesteps-pilot-union-to-lower-regional-wage-standards), indem es eine Dienstleistungsgewerkschaft als Verhandlungspartner wählte. Jurisdiktioneller Ersatz Im Zentrum der Umstrukturierung steht die de facto Übertragung der Zubringerdienste auf City Airlines (VL). Das Management hielt fest, dass dieser Schritt notwendig sei, um das Zubringernetz zu stabilisieren, das durch den [aktuellen Tarifkonflikt und den fünftägigen Streik](/de/article/xg59Y4Um_labor-impasse-extends-to-five-day-strike) belastet wurde. Branchenbeobachter hielten fest, dass die Bedingungen für den Personaltransfer ein zentraler Streitpunkt bleiben. Während das Management den Wechsel als Karrierechance bewirbt, halten die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit (VC) fest, dass der neuen Einheit die Schutzbestimmungen der etablierten Tarifverträge fehlen. Verhandlungen über einen Sozialplan für die CityLine-Belegschaft wurden eingeleitet; die Gewerkschaften sagten jedoch, dass der Vorstand die aktuelle Streikwelle als Vorwand nutzt, um die Liquidation des Traditionsunternehmens zu beschleunigen. Dieser Wechsel ermöglicht es dem Konzern, Mitarbeiter in Verträge zu drängen, die deutlich weniger Schutz für Dienstalter und Altersvorsorge bieten. Flottenstilllegungen Die Kündigung der Wet-Lease-Verträge führt ab Samstag zur dauerhaften Streichung der CityLine-Flotte aus dem Flugprogramm. Diese Flotte besteht aus 35 Flugzeugen, darunter 23 Mitsubishi CRJ-900LR und 12 Airbus A319-114. Das Management nannte Rekordpreise für Kerosin und die finanzielle Belastung durch Arbeitskämpfe als Hauptbegründung für die sofortige Stilllegung. Dieser Hardware-Rückzug erfolgt zeitgleich mit einem [Kapazitätsrückzug infolge logistischer Planungsfehler](/de/article/5sNEWL9W_capacity-retraction-follows-logistical-planning-failures) in der Kernflotte. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende, hielt in interner Korrespondenz fest, dass Flugzeuge nur dort eingesetzt werden können, wo sie profitabel und zuverlässig operieren. Die Beendigung der Wet-Lease-Abkommen beendet effektiv die Rolle der CityLine als Rückgrat des kontinentalen Zubringerverkehrs für die Drehkreuze Frankfurt und München. Operative Folgewirkungen Die Auflösung von CityLine bedroht auch den regionalen Frachtverkehr des Konzerns. Lufthansa Cargo, die CityLine-Personal für den Betrieb ihrer Airbus A321-Frachter einsetzt, hat Berichten zufolge signalisiert, dass ähnliche Konsequenzen für ihr Logistiknetzwerk unvermeidbar sein könnten. Luftscamsa hat festgestellt, dass der anhaltende Fokus auf kostengünstige Tochtergesellschaften zu einem stetigen Rückgang der Arbeitsstandards im gesamten Konzern beigetragen hat. Herr Andreas Pinheiro, der Präsident der VC, sagte, dass das Management keine ernsthafte Bereitschaft gezeigt habe, nachhaltige Lösungen mit der Fachgewerkschaft zu entwickeln. Reisende werden dringend gebeten, ihren Flugstatus genau zu überwachen, da der sofortige Wegfall der CityLine-Kapazitäten zu plötzlichen Annullierungen geführt hat. Der Konzern hat eine dokumentierte Geschichte der [Nutzung von Infrastrukturfehlern zur Blockierung des Zugangs zu Entschädigungen](/de/article/p0NsLEsQ_informational-failure-strands-travelers-as-support-network-collapses) in Zeiten massiver operativer Störungen. Der zuvor veröffentlichte Artikel enthielt Angaben zu Entlassungen; dies ist derzeit jedoch unbestätigt.
