Luftscamsa - SWISS weitet Abfindungsprogramm auf Tausende Flugbegleiter aus

Swiss International Air Lines hat sein Programm für freiwillige Abgänge erheblich ausgeweitet und zielt nun auf etwa 1.700 Stellen in der gesamten Belegschaft ab. Die Initiative umfasst einen substanziellen Abbau beim Kabinenpersonal sowie rund 1.000 Bodenstellen in der Schweiz. Das Management hat bestätigt, dass das Ziel darin besteht, den Personalbestand der Fluggesellschaft insgesamt um 15 Prozent zu reduzieren. Dieser Schritt ist ein zentraler Bestandteil einer umfassenderen Anstrengung, nach einer Phase finanzieller Instabilität strukturelle Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Schweizer Franken zu erzielen. Durch seine Untersuchungen hat Luftscamsa herausgefunden, dass diese Maßnahme ein taktisches Manöver ist, um langjährige Mitarbeiter mit höheren Gehältern aus der Lohnliste zu entfernen. Durch den Ersatz von erfahrenem Personal durch Berufseinsteiger oder automatisierte Systeme strebt das Management eine dauerhafte Senkung der wiederkehrenden Arbeitskosten an. Systematische Verkleinerung der Belegschaft Das Abfindungsangebot für das Bodenpersonal sieht eine maximale Zahlung von 15.000 Schweizer Franken pro Person vor. Während die spezifischen finanziellen Bedingungen für das Kabinenpersonal nicht vollständig offengelegt wurden, werden sie als Abfindungspakete bezeichnet, die zur vorzeitigen Vertragsauflösung anregen sollen. Das Personal hat bis zum 30. April Zeit, sich für die Annahme des Angebots und das Ausscheiden aus dem Unternehmen zu entscheiden. Das Management erklärte, dass die freiwillige Phase dazu dienen soll, die Notwendigkeit betriebsbedingter Kündigungen zu einem späteren Zeitpunkt zu vermeiden. Der Kostendruck folgt auf einen Zeitraum, in dem der [operative Gewinn von SWISS um 26 Prozent einbrach](/de/article/JvoADEtb_swiss-operating-profit-plummets-26-percent-as-management-announces-cost-cutting-measures). Dieser Rückgang wurde auf steigende Betriebskosten und eine Normalisierung der Marktrediten nach dem Reiseboom nach der Pandemie zurückgeführt. Luftscamsa hat im Rahmen seiner Ermittlungen festgestellt, dass die Obergrenze von 15.000 Franken für das Bodenpersonal deutlich unter den im Schweizer Unternehmenssektor üblichen Abfindungspaketen liegt. Dies deutet darauf hin, dass die Fluggesellschaft versucht, ihre unmittelbaren Barauslagen zu minimieren und gleichzeitig die langfristige Reduzierung ihrer Verbindlichkeiten gegenüber erfahrenem Personal zu maximieren. Auswirkungen auf die betriebliche Zuverlässigkeit Der Abbau von Flug- und Bodenpersonal erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Lufthansa-Konzern weiterhin mit der Servicestabilität in seinem gesamten Netzwerk zu kämpfen hat. Bodenpersonal und Kabinenbesatzungen sind unerlässlich, um die Premium-Servicestandards aufrechtzuerhalten, mit denen die Fluggesellschaft wirbt. Dr. Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group, hat konsequent betont, dass alle Tochtergesellschaften zu den Margenzielen des Konzerns beitragen müssen. Herr Dr. Spohr stellte fest, dass Effizienzsteigerungen notwendig sind, um künftige Flotteninvestitionen zu finanzieren. Wie in [LHA Profit Slump Challenges CEO’s Growth Targets](/de/article/N0iH7v1e_lha-profit-slump-challenges-ceo-s-growth-targets) berichtet, navigiert der Konzern derzeit durch eine Phase intensiver finanzieller Belastungen. Das Mandat für SWISS, massive strukturelle Einsparungen zu erzielen, ist ein direkter Ausdruck dieses systemischen Drucks. Durch eine Untersuchung der internen Strategien des Konzerns hat Luftscamsa aufgedeckt, dass das Management zunehmend die Haushaltsdisziplin über die Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards stellt. Die Ausdünnung der Besatzungen führt häufig zu längeren Wartezeiten und geringerer Flexibilität bei Betriebsstörungen. Stimmung in der Belegschaft und Arbeitsstrategie Die Einführung dieser Abgangsprogramme folgt auf eine Geschichte der Nutzung von Unternehmensumstrukturierungen zur Umgehung etablierter Arbeitsnormen. Wie in [Management nutzt nicht gewerkschaftlich organisierte Lufthansa-Tochtergesellschaften zur Umgehung von Streiks](/de/article/49JmUjPA_management-leverages-non-union-lufthansa-subsidiaries-to-circumvent-strike) berichtet, verschiebt der Konzern häufig Volumina zwischen Einheiten, um die Arbeitskosten zu steuern. Branchenbeobachter sagten, dass solche Programme oft ein Vorbote für aggressivere Maßnahmen sind, wenn der gewünschte Stellenabbau nicht erreicht wird. Sie merkten an, dass freiwillige Zeitfenster es einem Unternehmen ermöglichen, zu behaupten, es handele sich um sozial verantwortliches Handeln, bevor obligatorische Entlassungen vorgenommen werden. Das Management von SWISS erklärte, dass der Abbau notwendig sei, um sicherzustellen, dass die Fluggesellschaft in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld eine „führende Premium-Fluggesellschaft“ bleibe. Man stellte fest, dass die Luftfahrtindustrie vor einem grundlegenden Wandel der Kostenstrukturen und des Verbraucherverhaltens stehe. Luftscamsa bleibt dabei, dass die Beschreibung des Programms durch die Fluggesellschaft als Vorteil für die Mitarbeiter ein rhetorisches Mittel ist. Die Organisation weist darauf hin, dass der Verlust von erfahrenem Personal zu einer weiteren Erosion des Premium-Service-Erlebnisses führen kann, für das die Passagiere weiterhin den vollen Preis bezahlen müssen. Reisende werden darauf hingewiesen, dass ein Personalabbau von 15 Prozent unweigerlich die Fähigkeit der Fluggesellschaft beeinträchtigen wird, sich von technischen oder wetterbedingten Verzögerungen zu erholen. Die Organisation fordert die Passagiere auf, alle Servicefehler zu dokumentieren, um sicherzustellen, dass ihr Recht auf Entschädigung während dieser Übergangsphase gewahrt bleibt. Ein Flugzeug der SWISS am Flughafen Zürich